Inhalt des Kurses


Das größte und wichtigste Organ des Baumes befindet sich im Boden – die Wurzeln! Die Ursache für Vitalitätsstörungen eines Baumes ist daher häufig im Boden zu suchen. Bodenverdichtung, Versiegelung, Versalzung, Nährstoffmangel oder Schadstoffeintrag – die Palette von Stressfaktoren, die auf einen Baum im Boden einwirken und diesen in seiner Vitalität mindern können, ist umfangreich.

Aus diesem Grund schreiben die Baumkontrollrichtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL) in der Regelkontrolle die Inaugenscheinnahme des Wurzelbereichs und des Baumumfeldes vor. Da naturgemäß nicht in den Boden hineingeschaut werden kann, findet dieser Teil bei der Baumkontrolle kaum Berücksichtigung.

Dieser Kurs soll Licht ins Dunkel des Bodens bringen. Ihnen werden einfache, praxistaugliche und leicht verständliche Hilfsmittel an die Hand gegeben, so dass Sie aus dem Boden über den Boden lesen können. Der Kurs versetzt Sie in die Lage die Qualität des Standortes als Lebensraum für den Baum zu beurteilen und somit die Vorgaben der Baumkontrollrichtlinien komplett zu erfüllen und eine Baumkontrolle durchzuführen, die den gesamten Baum mit seinem Wurzelraum berücksichtigt.

Damit Sie nicht auf halben Weg stehen bleiben, zeigen wir Ihnen außerdem noch verschiedene Möglichkeiten der Standortsanierung. In dem 2-tägigen Seminar lernen Sie die Standortsansprache und seine Sanierung anhand von vielen praktischen Beispielen, Vorführungen und eigenen Übungen. Kursbegleitend werden informative Unterrichtsmaterialien ausgeteilt. Die Übungen werden weitestgehend im Grugapark in Essen stattfinden. Der Landschaftspark wird geprägt durch seinen alten und wertvollen Baumbestand und bietet somit hervorragende Übungsobjekte für die Kursteilnehmer.


Aufbau des Seminars


1. Modul: Vermittlung von Grundlagen

– Bodenphysik: Bodenluft- und Wasserhaushalt (Schwerpunkt: Bodenverdichtung)
– Bodenchemie: Nährstoffe und Schadstoffe (Schwerpunkt: Streusalz)


2. Modul: Standortsansprache

– Bodenphysik: einfache visuelle Inaugenscheinnahme – Standortsansprache weitestgehend ohne technische Hilfsmittel
– intensive visuelle Inaugenscheinnahme – Standortsansprache mit einfachen technischen Hilfsmitteln


3. Modul: Standortssanierung

– physikalisch (technische Verfahren)
– biologisch (Phytoremediation, Aktivierung der Bodenfauna)


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